Die Geschichte des Bel-Air

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Restaurant Bel-Air in Praz

Seit 1900

Der Name der Familie Chervet steht seit über 100 Jahren für hervorragenden Kundenservice.

Jean Chervet, aus einer alten Familie des Bas-Vully stammend, hat im September 1900 die Bewilligung des Freiburger Staatsrates erhalten, die alte Familien-Gerberei in ein Restaurant Namens "Bel-Air" zu verwandeln. Seine Frau Elisabeth hatte sich schon vorher einen guten Ruf in Murten erworben, wo sie die Auberge Adler geführt hat.

Das Familienhaus in Praz erfreut sich seiner sehr vorteilhaften Lage, da es sich in unmittelbarer Nähe der Schiffsanlegestelle befindet, wo alle aussteigen, welche mit dem Schiff von Murten her kommen. Schon zu dieser Zeit kamen unzählige Touristen um den Charme der Weinberge des Vully und das Panorama zu geniessen, welches sich den Spaziergängern auf dem Gipfel des Berges zeigt.

Seit des ersten Weltkrieges wurden den Offizieren Zimmer zur Verfügung gestellt. Das Militär blieb noch lange ein regelmässiger Kunde. Die Unterbringung von Pensionsgästen wurde erst unter der zweiten Generation gefördert, mit Max Chervet (1894 - 1978), seiner Frau Ida und deren Schwester Emma. So haben Kunden aus La Chaux-de-Fonds von ihren Uhrmacher-Ferien profitiert, um ein paar friedliche Tage am Ufer des Sees in Praz zu verbringen. Andere Treue Besucher kamen sogar aus der Deutsch-Schweiz. Die Familie Chervet hat ihre Gäste jeweils am Bahnhof von Sugiez abgeholt.

Nach seiner Kochlehre und Praktikum in verschiedenen Restaurants (darunter auch im Palace von Gstaad), übernimmt Alfred Chervet (1934 – 1996) den Familienbetrieb. Zusammen mit seiner Ehefrau Marguerite, passt er sich an die neue Geschmacksrichtung seiner Gäste an und ab 1955, wurden die Eglifilets zur Spezialität, anstelle der Felchenfilets. Die Fische wurden von Fischern aus Guévaux, Cudrefin oder Portalban geliefert.

Die Familie besitzt seit eh und je Rebberge, deren Produktion von weissem Vully zuoberst auf der Weinkarte des Bel-Airs aufgeführt ist. Max Chervet war vorallem ein Weinbauer und es waren eher seine Frau und seine Schwester, die das Restaurant führten. Ab 1973, haben Alfred Chervet und sein Schwager, Albert Singer, dem Tätigkeitsbereich Weinbau einen neuen Aufschwung verliehen, und ab 1982, wurden dann mit der Herstellung von Rotwein und Rosé begonnen.

Aus der während 100 Jahren zusammengetragenen Erfahrungen, hat die vierte Generation, Roland  Chervet, folgende Schlüsse gezogen: das Bel-Air verdankt seinen Erfolg dem familiären Charakter des Betriebes. Jede Generation hat zusammengehalten und am gleichen Strick gezogen. Nach den bedeutenden Renovationen und Vergrösserungen in den Jahren 1947-48 und 1962, setzt die heutige Generation die Verschönerung des Gebäudes fort, ganz zur Freude ihrer Kundschaft: eine wunderschöne Terrasse mit Blick auf den See, einen Wintergarten, neue geräumige Zimmer, eine grosse moderne und funktionelle Küche, haben, ab 1992, den Geschäftstätigkeiten des Bel-Airs einen neuen Auftrieb verschaffen.
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