Weinkeller "Bel-Air"

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Die Tränen
Ganz zu Beginn des Frühlings und nach den langen winterlichen Ruhemonaten zeigen sich farblose Tropfen an den Schnittwunden des Rebstocks – das ist der Saft, der zu steigen beginnt. Man nennt dies die Tränen. Von diesem Moment an spriessen die Knospen sehr schnell.

Der Austrieb...
...bedeutet das Aufblühen der Knospen (der Augen), das ungefähr 30 Tage nach den Tränen stattfindet. Die Knospen öffnen sich und lassen winzige Triebe erscheinen, die dann sehr schnell wachsen.

Die Blütezeit...
...erfolgt 45 bis 90 Tage nach dem Austrieb. Die Knospen haben sich geöffnet und Sprossen entwickelt, die nun Blüten entfalten.

Der Fruchtansatz
Die Rebe ist eine bisexuelle Pflanze und befruchtet sich entsprechend selber. Der männliche Pollen heftet sich an den feuchten weiblichen Fruchtknoten. Die befruchteten Blüten entwickeln sich rasch zu Beeren, während die anderen Blüten abfallen. Die kleinen, harten Perlen wachsen sehr schnell und im August beginnt die Reife der Traube.

Das Verfärben
Die Reife beginnt mit der Verfärbung der Beeren, die Traube nimmt langsam die Farbe an, die sie zum Zeitpunkt der Ernte haben wird. Dieser Vorgang findet statt, wenn sich in der Beere ein gewisser Zuckergehalt angesammelt hat. Das Verfärben ist die letzte Phase im Vegetationszyklus, die bestimmend ist für die Qualität des Jahrgangs.

Die Ruhe
Die vegetative Ruhephase beginnt nach der Ernte, wenn der Weinstock genug Kohlenhydrate gespeichert hat. Das Laub verfärbt sich und fällt ab. Die Ruhephase dauert den ganzen Winter über.